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Rollenspiel1

Geister & Co #2

Der zweite kleine Teil meiner Geistergeschichte.

1.Friedhof


2. Restaurant

Das Glas zerschellte auf dem Fliesenboden.
"Tut mir leid!" Miriams Stimme klang zerknirscht.
"Ach, das macht doch nichts. Du bist erst ein
Geistersäugling, du kannst nicht alles in einer Woche lernen", meinte
Choralik aufmunternd und holte einen Besen.
Miriam schwebte ihm nach. Das Restaurant hatte gerade
geschlossen, und die Angestellten saßen noch an einem der Tische und ließen sich
gerade die erste Flasche Wein aus der neunen Lieferung schmecken.
"Sauft nicht alles den Gästen weg!" scherzte
Choralik von Tresen, während er die Glasscherben auffegte.
"Wir doch nicht", kam prompt die vielstimmige
Antwort.
Miriam beobachtete fasziniert, wie Choraliks Flügel durch
alles hindurch glitten. Zur Zeit steckten sie zu gut zwei Dritteln in dem
Tresenspiegel und der dahinter liegenden Mauer.
"Es ist eben nicht leicht, Dinge aus einer anderen Ebene
zu kontrollieren", nahm Choralik das Gespräch mit Miriam wieder auf. "Lass
dir einfach etwas mehr Zeit."
Vor der großen Glastür der Alten Rune erschien eine junge
Frau und klopfte. Miriam wandte sich dem Geräusch zu und erschrak.
"Choralik?" fragte sie unsicher und schwebte dabei etwas weiter von
der Tür weg. Nun sah auch er auf und erkannte die Frau. "Lass doch einer
mal Svenja rein, ich bin gerade beim Fegen." Einer der Kellner stand auf
und öffnete die Tür. "Was ist mit ihr?" flüsterte Miriam. "Was
ist mit…Ach so, Svenja ist eine Banshee. Du siehst ihre zweite Gestalt, man
gewöhnt sich daran." Der Geist nickte und wandte sich zu der Frau um,
deren zweites Gesicht, eine von Hass und Schmerz verzerrte Fratze, sich immer einen
Augenblick früher als der restliche Körper bewegte.

Comments

Woah, cooles gedankliches Bild zeichnest du da in meinen Kopf. Wird das so episodenhaft weitergehen? Das gefällt mir nämlich sehr gut! Auch diese Mischung von Alltag und Überweltlichem... Cool.
*Verneig*
Es soll so episodenhaft bleiben und nach meiner schätzung wird es noch einige Alltagsszenen geben bis die "action" los geht.